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Nessebar ist eine der ältesten Städte Europas mit den meisten Architekturdenkmälern des Mittelalters in Bulgarien.

Das Zeitalter der Traken
3000 Jahre vor Chr. entsteht die erste Siedlung auf der Halbinsel. In diesem Abschnitt der Geschichte Nessebars leben dort die Traken. Sie geben der Stadt auch ihren ersten Namen – Messabria.

Das Zeitalter der alten Griechen (Helenen)
Gegen Ende des 6. Jahrhunderts vor Chr. ist Nessebar schon griechische Kolonie, errichtet als Stadtstaat von Aussiedlern aus Kalchidon, Byzantion und Magera, die Ihr den Namen Мessemvria geben. Die Stadt betreibt Handel mit der ganzen östlichen Hälfte des Mittelmeerraums. Im 5. Jahrhundert vor Chr. werden in der Stadt Münzen aus Silber und Bronze geprägt. Neuste Ausgrabungen belegen, dass die Münzstätten der Stadt zu dieser Zeit auch Münzen auf Bestellung anderer Staaten geprägt haben.

Das Zeitalter der Römer
Damit endet einer der prunkvollsten Abschnitte der Geschichte der jahrtausendealten Stadt. Nach und nach verschlingt das riesige römische Imperium die ganze Mittelmeerregion und dabei werden die Schwarzmeerstädte unbedeutendes Randgebiet.

Das Zeitalter der Byzantiner
Mit dem Umzug der Hauptstadt des Byzantinischen Reichs 330 nach Chr. nach Konstantinopel (heute Istanbul) wird die Schwarzmeerregion von der unbedeutenden Provinz direkt vor die Tore der neuen Metropole befördert. So erwacht Nessebar zu einem neuen Leben. Die mächtigen Stadtmauern werden erneut gebaut. Aus der Byzantinischen Epoche stammen auch die ältesten in Nessebar entdeckten Kirchen.

Das Zeitalter der Bulgaren
Nach der Gründung des Bulgarischen Staates 681 nach Chr. wächst die Bedeutung Nessebars noch mehr. Die Stadt wird zwei Jahrhunderte lang als Stützpunkt von den byzantinischen Imperatoren in den militärischen Operationen gegen Bulgarien benutzt. Im Jahre 812 wird die Stadt vom bulgarischen Khan Krum eingenommen. Den höchsten Aufstieg erreicht die Stadt während der Zeit des Bulgarischen Königs Ivan-Alexander. Während der Zeit des Osmanischen Reiches (14. bis 19. Jahrhundert) kann die Stadt dem allgemeinen wirtschaftlichen und kulturellen Verfall, indem sich die ganze Balkanregion stürzt, nicht standhalten. Nichtsdestotrotz ist die Stadt ein Museum der Schwarzmeerarchitektur des 18. und 19. Jahrhunderts mit Gebäuden in typisch individuellem Stil.

Die Halbinsel Nessebar hat den Glanz vieler Aufstiege erlebt und die Misere des häufigen Verfalls ertragen, hat aber, wie nirgendwo sonst in Bulgarien, die Spuren aller Kulturen von den alten Griechen bis heute erhalten.
Und wenn sich früher Nessebar in der Region des östlichen Mittelmeeres befand, erstrecken sich jetzt die Grenzen dieser Region von Europa bis zum Pazifik.
Die alte, weise Stadt hat noch nie so viel Leben und Freude auf ihren Straßen erlebt. Die Vergangenheit ist glorreich gewesen, aber jetzt hat die Geschichte Nessebars eine neue Seite aufgeschlagen, auf der die Stadt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereint.


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